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Kleboth Lindinger Dollnig

Die Grundfrage bei der Konzeption von Graz-Reininghaus lautete: Wie sieht die Urbanität des 21. Jahrhunderts aus?

Entlang dieser Aufgabenstellung wurde 7 Jahre lang mit zahlreichen interdisziplinären Inputs von Experten aus der ganzen Welt das Stadtmodell Graz-Reininghaus und der darauf aufbauende Rahmenplan konzipiert und geplant.

Eine wesentliche Grundidee der Stadtidee bildet die Aufteilung in weitgehend frei gestaltbare, unabhängige Quartiere. Diese Quartiere verfügen über unterschiedliche Eigentumsverhältnisse, Gestaltungs- und Nutzungskonzeption, Entwicklungshorizonte etc. Jedes Quartier kann individuell nach den Vorstellungen der Entwickler und entlang eines maßgeschneiderten städtebaulichen Entwurfs realisiert werden. Klare städtebauliche Regeln stellen dabei das öffentliche Interesse sicher. Diese Vorgehensweise ermöglicht evolutionäre Vielfalt vergleichbar einer urbanen Blumenwiese.

Eingebettet werden diese Quartiere in einen attraktiven und resilienten öffentlichen Raum. Dieses feinmaschige Freiraumnetz übernimmt zwei wesentliche Aufgaben:

  • Graz-Reininghaus wird mit der Umgebung bestmöglich verwoben, mittels Straßenbahnachsen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung, neuer Unterführung der Josef-Huber-Gasse,  Grünachse nach Süden, Ausbau der bestehenden Wege und Straßen, etc.
  • Jedes Quartier bekommt eigenständige Eigenschaften und Potenziale verliehen: optimal erreichbar zwischen Alter Poststraße und ÖV-Achse die Esplanadenquartiere, exklusiv die Parkquartiere, ruhig und weitgehend Auto-frei die westlichen Quartiere, etc.

Diese konzeptiven und planlichen Rahmenbedingungen  ermöglichen eine vielfältigen Stadtraum, der für unterschiedlichste Ansprüche von Wohnen bis Arbeiten, Unterhaltung bis Bildung, Kultur bis Infrastruktur maßgeschneiderte Lösungen bieten und auf sich ändernde Anforderungen im Laufe der Zeit flexibel reagieren kann.

Durch die prägnante Höhenentwicklung entlang der Esplanade und den kreuzenden Freiraum von Reininghauspark und Reininghausplatz wird zudem ein starkes, ikonenhaftes städtisches Erkennungszeichen kreiert.

 

Kleboth Lindinger Dollnig – Architektur und Stadtentwicklung

Gebäude und Städte erreichen ihr Optimum, wenn sie gleichzeitig für Nutzer, Investoren und Nachbarn von hohem Wert sind. Materiell und ideell. Einzige Voraussetzung dafür ist der Wille zur Einzigartigkeit.

Architektur und Stadtentwicklung von Kleboth Lindinger Dollnig sind genau davon getrieben. Ist-Zustand untersuchen, Potenziale feststellen und Optimum definieren – in einem klar strukturierten Prozess entwickelt das Team KLD Konzeptionen für Wohnen, Leben und Arbeiten. Proaktiv werden individuelle Lösungen für komplexe Aufgaben konzipiert – maßgeschneidert überraschend, ausdrucksstark und integrativ, beständig in ihrer Flexibilität genauso wie langfristig verantwortungsvoll.

Gegründet: 1997
Sitz: in Linz und Innsbruck
Partner: Andreas Kleboth, Gerhard Dollnig, Thomas Schwarz

Referenzen Städtebau:
Graz-West, Areal um die Fachhochschule Joanneum (1999 – 2004), Otto Wager Städtebauanerkennungspreis
Smart City Waagner Birostraße Graz (2013)
Stadtentwicklung Berresgasse Wien (2012 - 2014)
Stadtentwicklung Ödenburgerstraße Wien (2013 - 2015)
Stadtentwicklung Muthgasse Wien (2015)
Gartenstadt Kufstein (2011 - 2013)

Referenzen Architektur:
HTBLA Salzburg (2007 - 2012)
Sternbrauerei Salzburg (2006 - 2014)
Festspielgarage Erl (2008 - 2014)
Tabakfabrik Linz Bau 2 (2012 - 2014)