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Fragen und Antworten

In dieser Rubrik finden Sie Fragen und Antworten zum Projekt Reininghausgründe. Wenn Sie eine Frage haben, dann senden Sie uns bitte eine E-Mail.

Was geschieht mit dem Altbestand auf den Reininghausgründen?

Der Altbestand von Graz-Reininghaus befindet sich auf den Quartieren 1 und 4a (Eigentümer Erber Projektmanagement GmbH). Auf diesen Quartieren der Erber Projektmanagement GmbH stehen zahlreiche teils auch denkmalgeschützte Gebäude. Diese Gebäude eignen sich hervorragend zur Umgestaltung von historischen Industrieareal zu einem modernen Stadtteil. Dies soll jedenfalls stets unter dem Aspekt des Smart-City-Gedankens gesehen werden. Im Zentrum der Vorhaben der Erber Projektmanagement GmbH stehen neben dem Neubau daher insbesondere auch die Erhaltung, Umgestaltung und Neunutzung zahlreicher Bestandsgebäude.

Folgende Bestandsgebäude sind auf den Grundstücken der Erber Projektmanagement GmbH zu finden:

  • Das Herrenhaus
  • Das Start-up-Center
  • Das Brunnenhaus
  • Die Tennenmälzerei
  • Die Markhalle
  • Der Malzsilo

Die Villa ist auch noch ein Bestandsgebäude und befindet sich im Eigentum der SOB.


Was regelt der Bebauungsplan?

Entsprechend dem Steiermärkischen Raumordnungsgesetz sind zur Entwicklung der räumlichen Struktur und Gestaltung des im Flächenwidmungsplan ausgewiesenen Baulandes für bestimmte Gebiete wie z.B. für Reininghaus Bebauungspläne zu erstellen. Damit wird das Maß der baulichen Nutzung von Grundstücken geregelt und die räumliche und gestalterische Ordnung des Baugebietes definiert.

Für jedes Quartier in Reininghaus sind Bebauungspläne erforderlich. Diese sind einem städtebaulichen Wettbewerb unterworfen. Diese Wettbewerbe werden gemeinsam, nämlich mit dem Eigentümer und der Stadt Graz, ausgelobt. Das Stadtplanungsamt erstellt den Bebauungsplan und dieser wird im Grazer Gemeinderat mit einer 2/3 Mehrheit nach einer öffentlichen Auflagefrist beschlossen. Für die Linse (Quartier 4) gibt es bereits einen rechtsgültigen Bebauungsplan. Für die Quartiere 1 und 4a ist dieser gerade in der Auflage.

Für die Quartiere 5, 6/1 und 6a/1 wurde der städtebauliche Wettbewerb bereits absolviert und der Bebauungsplan für die Auflage wird gerade mit dem Wettbewerbssieger, den Eigentümern der Grundstücke und mit der Stadt Graz für eine Auflage vorbereitet.

Für das Quartier 3 findet gerade ein städtebaulicher Wettbewerb statt. Das Ergebnis dafür wird am 15. November 2015 erwartet.

 

Wie sieht es mit dem Bebauungszeitplan aus?

Der Zeitplan für die Bebauung auf den Quartieren ist abhängig von der Rechtskraft der Bebauungsplanung und der erforderlichen Baubewilligung. Aller Voraussicht nach werden die ersten Bautätigkeiten auf den Quartieren 1, 4 und 4a stattfinden. Das Quartier 10 wurde bereits bebaut und der ÖAMTC Steiermark ist seit Juni 2015 im neuen Headquarter eingezogen.


Wie viele Bewohner werden zukünftig in Reininghaus Platz finden?

Derzeit ist das Areal noch unbewohnt. Graz-Reininghaus wird einmal ca. 15.000 Menschen beheimaten.

 

Wie werden die derzeitigen Bürger eingebunden?

Die umgebende Bevölkerung wird durch laufende Informationsveranstaltungen eingebunden, außerdem ist eine Einbindung im Zuge der Erstellung der Bebauungspläne vorgesehen.

 

Wird für Reininghaus ein regelmäßiger Busbetrieb eingerichtet?

Sobald die ersten Wohneinheiten entstehen, wird der Busbetrieb eingerichtet. Die Linien Graz sind bereits mit der Linienführung befasst.

 

Wird Reininghaus ein CO2-neutraler Stadtteil werden?

Der ECR Rahmenplan Energie, der am 16. Mai 2013 im Grazer Gemeinderat beschlossen wurde, sieht einige „wesentliche, strategische Grundlagen zur Entwicklung des energieautarken, CO2-neutralen Stadtteils Graz-Reininghaus“ vor. Dazu zählen Maßnahmen wie etwa eine neue Niedertemperaturnahwärme von der benachbarten Marienhütte (Stahlproduktion). Weiters gibt es eine Fernwärmeanschlusspflicht in Reininghaus, einen sehr restriktiven Autostellplatzschlüssel, die Verpflichtung Fahrradabstellplätze sowohl überdacht als auch im Freien zu schaffen, E-Autos für einen Car-Sharing-Pool zur Verfügung zu stellen und vor allem auf nachhaltige Energiegewinnung zu setzen.

 

Wer sind die Eigentümer der Quartiere in Reininghaus?

  • Quartier 4 (Linse): Asset One AG
  • Quartiere 1, 4a und 5: Die Erber Projektmanagement GmbH
  • Quartier 1 (Villa): SOB
  • Quartier 2: Architektur Consult ZT DI Eisenköck
  • Quartier 3: BWSG und die schönere Zukunft Steiermark
  • Quartier 6a/1: GRAWE
  • Quartier 6_1/1: Hofstätter & Kletzenbauer
  • Quartier 6 und 6a: ÖWGES
  • Quartier 7: ENW
  • Quartier 7a: Kohlbacher GmbH
  • Quartier 12: Asset One AG
  • Quartier 17a: Asset One AG
  • Quartier 18a: Stadt Graz
  • Quartier 10: ÖAMTC Steiermark

 

Wie sehen die bisherigen Entwicklungsschritte aus?

Dezember 2013:

Erster Bebauungsplan (Linse) erlangt Rechtskraft

Juli 2013:

Beschluss des Gemeinderates "Verkehrserschließung Reininghaus“

Juli 2013:

Widmung erlangt die Rechtskraft

Februar 2013:

Beschluss der Änderung des Flächenwidmungsplans

Mai 2013:

Ergänzungsbeschluss zum Flächenwidmungsplan

November 2012:

Widmungsantrag für Reininghaus

Ende Februar 2010:

Einstimmiger Beschluss des Rahmenplan Graz-Reininghaus durch den Grazer Gemeinderat

Februar 2010:

Präsentation „Rahmenplan“ vor dem Unterausschuss.

Ende Juli 2009:

Zwischenpräsentation „Rahmenplan“ vor dem Unterausschuss

Anfang Juli 2009:

Projektpräsentation im Sonderausschuss und Konstituierung Unterausschuss "Graz-Reininghaus"

April 2009:

Projektpräsentation vor der Stadtregierung

März 2009:

Gemeinderatsbeschluss: Beauftragung der Stadtbaudirektion, in Abstimmung mit den zuständigen Fachabteilungen sämtliche Projektschritte zur Erstellung des städtebaulichen Rahmenplans Graz-Reininghaus zu bearbeiten.

November 2008:

Frühzeitige Einbindung der Stadtregierung für die Entwicklungsarbeit in Reininghaus.

 

Was ist unter dem Begriff Esplanade zu verstehen?

Aus Wikipedia: Esplanade kommt aus dem Französischen und bedeutet ursprünglich eine eingeebnete, als Schussfeld dienende freie Fläche vor einer Zitadelle, die auch als Parade- und Waffenplatz diente.

Aus der vorhandenen Stadtstruktur, dem Rahmenplan und der Trennung von öffentlichen Verkehr und motorisierten Individualverkehr (Alte Poststraße) ergeben sich zwei logische nord-süd gerichtete Achsen. Jene Achse, die für den öffentlichen Verkehr geplant ist führt von Norden von Reininghaus - Fachhochschule - Linse - nach Süden durch Reininghaus - bis zur Peter-Rossegger-Straße und wird als ESPLANADE bezeichnet. 

Ihrer Identität folgend werden diese beiden Achsen als programmatische Bahnen definiert – die Alte Poststraße als alleegesäumter Stadt-Land Boulevard, die ESPLANADE als urbanes Feld, breit, großzügig, vielfältig nutzbar und in ihrem Charakter intensivierte Stadtlandschaft. Der nördliche Abschluss der ESPLANADE wird vom zentralen Block der Linse gebildet, wo in weiterer Folge Geschäftsflächen und Handelseinrichtungen gedacht sind. Auf beiden Seiten der Esplanade liegen ruhigere, semi-private Bereiche, in ihrem Charakter würden sie am ehesten nachbarschaftlichen Grünräumen entsprechen.

 

Werden in Reininghaus Fuß- und Fahrradwege errichtet?

Die Fuß- und Fahrradwege Wetzelsdorferstraße (Fertigstellung Juli 2015) und Alte Poststraße sind bereits errichtet. Die Planungen des Reininghausareals für Fuß- und Fahrradwege werden im Zuge der einzelnen Bebauungspläne festgelegt.

 

Wird Reininghaus an das Fernwärmenetz angeschlossen?

Die Bauarbeiten für den Fernwärmeanschluss für das Areal Reininghaus sind bereits seit April 2015 im Gange.

 

Wie groß ist eigentlich die Gesamtfläche der Reininghausgründe?

Das Areal von Graz-Reininghaus umfasst 52 Hektar und ist somit das größte in Entwicklung befindende Wohngebiet der Stadt Graz. Reininghaus ist so groß wie 72 Fußballfelder, ein Viertel größer als Vatikan und so groß wie die Grazer Altstadt. 

Hier ein paar Beispiele für eine Umrundung von Reininghaus:

  • Ein Fußgänger 1 Stunde und 17 Minuten
  • Eine Biene 18 Minuten
  • Eine Brieftaube 6 Minuten
  • Ein Radfahrer 21 Minuten
  • Ein Maulwurf (grabend) 41 Tage
  • Eine Schnecke ungefähr 4 Monate

Wird auch an Freizeitmöglichkeiten auf dem Gelände gedacht?

Im Bereich des Central Parks soll es extensive Freizeitmöglichkeiten geben, östlich des Quartiers 12 nördlich der Kratky-Straße ist eine aktive größere Sportfläche geplant.

 

Graz in Zahlen

Bevölkerung mit Hauptwohnsitz in Graz: 271.998 Einwohner

Geografie:

  • Fläche: 127,58 Quadratkilometer, davon 40 Prozent Grünfläche
  • Seehöhe: 353 Meter über dem Meeresspiegel
  • Geografische Lage: 47°05‘ Grad nördlicher Breite, 15°26‘ Grad östlicher länge
  • Katastralgemeinden: 28
  • Anzahl der Grundstücke: ~71.549
  • Anzahl der Adressen: ~43.531
  • Länge der Stadtgrenze: 65,92 km
  • Länge der Mur im Stadtgebiet: 15,87 km
  • Anzahl der Brücken über die Mur: 15
  • Länge des Straßennetzes: ~1.215 km

Wirtschaft:

  • unselbständig Beschäftigte in der Stadt Graz: 171.600 (Stand Jänner 2013)
  • Nächtigungen: 840.933 (bis Ende November 2011)
  • Neugründungen von Unternehmen: 1.213 (Stand 2011)
  • ArbeitgeberInnenbetriebe: 10.311 (Stand 2013)
  • Durchschnittseinkommen: 2.253 (Stand 2011)

 

Wird es auf den Reininghausgründen auch öffentliche Flächen und Parks geben?

Die Vorgaben des Rahmenplans sind einzuhalten. Die Lage des Quartierparks, die Durchwegungen für Fußgänger und Radfahrer sind nicht fixiert und sollen sich aus den jeweiligen Wettbewerben ergeben. Im Zuge der Wettbewerbe erfolgt auch eine Qualitätsdefinition durch das zuständige städtische Amt.

 

Welche Infrastruktur muss für die Besiedelung errichtet werden?

Die Infrastruktur (Kanal, Wasser, Strom, Breitbandinternet, Fernwärmeanschlüsse etc.) richtet sich nach den Bebauungsplänen. Je nach Fortschritt der Quartiersentwicklung wird die Infrastruktur Zug um Zug errichtet werden. Dazu wurde seitens der Stadt ein eigener Koordinator bestellt.

 

Wo liegen die Reininghausgründe genau?

Die Reininghausgründe liegen eingebettet in die Grazer Bezirke Gries, Eggenberg und Wetzelsdorf. Reininghaus ist nur 1,8 Kilometer Luftlinie von der historischen Altstadt entfernt.

 

Wird in Reininghaus auch ein Park errichtet?

Es wird den großen „Reininghaus Park“ in der Mitte des Areals geben. Unabhängig davon ist pro Quartier ein eigener Park in der Größe von 10% der Gesamtfläche des Quartiers zu realisieren, diese Fläche ist aber dichterelevant.

 

Was beinhaltet der Rahmenplan?

Der Rahmenplan beinhaltet städtebauliche Rahmenbedingungen, Ausweisungen für Grünflächen und Flächen für die Verkehrserschließung. Dabei sollen die wesentlichen Kriterien der bisherigen Vorarbeiten und stadtfunktionelle sowie stadträumliche Ziele für Graz-Reininghaus in Form von Plänen und Beschreibungen verankert werden. Basierend auf den Prinzip „Definiere so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig“ sollen mit dem Rahmenplan städtebauliche Gelegenheiten schnell und unbürokratisch genutzt werden. Der Rahmenplan muss flexibel und offen, gleichzeitig aber auch so robust sein, dass einzelne Quartiere unabhängig voneinander funktionieren können und der Zusammenhalt des Stadtteils trotzdem gegeben ist. 
Der Rahmenplan wurde einstimmig im Februar 2010 im Grazer Gemeinderat beschlossen, auch für die Änderung des Stadtentwicklungskonzeptes und des Flächenwidmungsplanes hat es eine breite Mehrheit im Gemeinderat
gegeben.

 

Wird es auf dem Gelände auch städtische Einrichtungen geben?

Für ein Areal dieser Größe ist konkret bereits ein eigenes Schulzentrum durch die Stadt Graz geplant, weitere Einrichtungen wie Altenbetreuung, Jugendeinrichtungen, Stadtbibliothek, Kinderbetreuungseinrichtungen sind ebenso geplant. Die Kinderbetreuungseinrichtungen werden durch private Träger mit Förderung der Stadt errichtet, für alle anderen Einrichtungen ist die Stadt Graz der Träger.

 

Wäre es nicht besser, eine Straßenbahnlinie zu dem Areal zu errichten?

Die finanziellen Mittel für die Planung der Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 wurden in der Grazer Gemeinderatssitzung im Juli 2013 freigegeben. Im August 2013 wurde ein Ziviltechnikerbüro seitens der Verkehrsabteilung der Stadt Graz mit der Planung der Straßenbahntrasse beauftragt. Noch im Oktober 2015 sollen im Grazer Gemeinderat die Baukosten für die Straßenbahn beschlossen werden wie auch der zwischenzeitliche Busbetrieb in Reininghaus.

 

Wie viele Wohnungen braucht Graz noch?

Graz ist nach Wien die am schnellsten wachsende Stadt Österreichs, derzeit wächst die Bevölkerung in Graz um ca. 5.500 Personen pro Jahr. Daraus ergibt sich ein jährlicher Wohnungsbedarf von ca. 2.700 Wohneinheiten. Vor allem gibt einen sehr hohen Bedarf an leistbarem Wohnraum. Die Stadt Graz ist ingesamt um ca. 6.500 Wohnungen im Rückstand!